Das Museum der Geschichte der polnischen Juden POLIN

Das hebräische Wort für Polen (פּוֹלִין) wird Polin ausgesprochen. Übersetzt kann es soviel bedeuten wie "Du sollst hier wohnen". 
Mit dieser Erzählung beginnt die Dauerausstellung im Warschauer POLIN Museum, die von den Anfängen jüdischen Lebens in Polen über das Mittelalter, die Neuzeit, die Emanzipation und Aufklärung in die Schrecken des 20. Jahrhunderts führt: die fast vollständige Vernichtung des polnischen Judentums durch die Deutschen. Zudem erzählt sie von den Neuanfängen nach dem Zweiten Weltkrieg, vom jüdischen Leben im sozialistischen Polen und lässt Jüdinnen und Juden zu Wort kommen, die heute in Polen leben.

Das Museum beeindruckt nicht nur durch seine innovative Ausstellung, sondern auch durch seine moderne und einfühlsame Architektur: das Gebäude wurde nach einem Entwurf eines Teams finnischer Architektinnen und Architekten unter der Leitung von Rainer Mahlamäki errichtet. Das Gebäude wurde im April 2013 eröffnet, die Dauerausstellung folgte im Oktober 2014.

Der Standort: ul. Mordechaja Anielewicza 6
Juden POLIN

Das POLIN Museum befindet sich im Stadtteil Muranów der polnischen Hauptstadt, 10 Minuten entfernt von Warszawa Centralna, dem Warschauer Hauptbahnhof. Es entstand im Zentrum des ehemaligen jüdischen Viertels von Warschau, das als Nördliches Viertel bekannt war: Hier lebte bis zum Holocaust die größte jüdische Gemeinde Europas.

Der Aufstand im Warschauer Ghetto

Am 19. April 1943, zu Beginn des Pessachfests sowie sechs Tag vor Ostern, begann mit dem Aufstand im Warschauer Ghetto der größte bewaffnete Widerstandsakt von Jüdinnen und Juden während des Holocaust. Es war ein verzweifelter Kampf der letzten, der einst über fünfhunderttausend Menschen, die seit 1940 von deutschen Besatzungstruppen im Warschauer Ghetto auf engstem Raum zusammengepfercht worden waren, gegen die Deportation in das Vernichtungslager Treblinka. Vier Wochen lang kämpften die jüdischen Widerstandsgruppen einen ungleichen, erbitterten Kampf gegen deutsche SS- und Polizeieinheiten, die systematisch die Gebäude des Ghettos zerstörten. Der militärisch folgenlose Aufstand wurde zum Symbol jüdischer Selbstbehauptung und Zivilcourage angesichts völliger Ausweglosigkeit, der 19. April – oder, datiert nach dem jüdischen Kalender, der 14. Nissan – ist seitdem ein wichtiger jüdischer Gedenktag. Seit April 1948 erinnert ein Denkmal an den Aufstand: Das POLIN Museum wurde direkt daneben errichtet.

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